Künstliche Intelligenz revolutioniert unsere Arbeitsweise – insbesondere im Bereich des digitalen Marketings und der Content-Erstellung. Immer mehr Marketer, SEOs, Texter und Designer greifen auf KI-basierte Tools wie ChatGPT, Claude oder Gemini zurück, um schneller Inhalte zu produzieren, Prozesse zu automatisieren und den Output zu erhöhen. Das spart Zeit – birgt aber auch Risiken. Denn wenn Inhalte zu generisch oder unreflektiert daherkommen, leidet nicht nur deren Relevanz, sondern vor allem das Vertrauen. Genau hier setzt Google an: Mit Qualitätskriterien wie E-E-A-T wird bewertet, wie glaubwürdig Inhalte wirklich sind.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du trotz KI-generierter Inhalte die Vertrauensfaktoren von Google erfüllst, welche Fallstricke es zu vermeiden gilt – und wie du Leser*innen mit echter Persönlichkeit und fachlicher Tiefe begeisterst.
Willkommen in der neuen Ära von KI & E-E-A-T.
Was bedeutet E-E-A-T eigentlich?
Die Abkürzung E-E-A-T steht für:
- Experience (Erfahrung)
- Expertise (Fachwissen)
- Authoritativeness (Autorität)
- Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit)
Diese vier Dimensionen stammen aus den Search Quality Rater Guidelines von Google. Dabei handelt es sich um ein internes Dokument, das von sogenannten Quality Ratern verwendet wird – also von Menschen, die Suchergebnisse manuell auf ihre Qualität überprüfen. Auch wenn E-E-A-T kein direkter Rankingfaktor ist, fließt es indirekt in die Bewertung der Suchalgorithmen ein. Inhalte mit einem hohen Maß an E-E-A-T performen also langfristig besser.
Spannend ist vor allem die 2022 eingeführte Komponente „Experience“. Sie unterstreicht, wie wichtig eigene Erfahrung für glaubwürdige Inhalte ist. Es reicht nicht, theoretisches Wissen zusammenzutragen – Google belohnt Inhalte, die persönlich erlebt und authentisch vermittelt werden.
Quelle: Google Search Quality Evaluator Guidelines – https://static.googleusercontent.com/media/guidelines.raterhub.com/en//searchqualityevaluatorguidelines.pdf
Hat Google etwas gegen KI-Content?
Google stellt klar: KI-Inhalte sind nicht per se schlecht – entscheidend ist deren Qualität. In einem offiziellen Blogpost vom Februar 2023 betont Google, dass Inhalte unabhängig vom Erstellungsprozess bewertet werden. Bedeutet: Ob du deinen Text manuell schreibst, mithilfe von KI erstellst oder beides kombinierst – solange der Content hilfreich, glaubwürdig und nutzerzentriert ist, ist alles in Ordnung.
Aber: Viele KI-generierte Texte wirken flach, wiederholen bekanntes Wissen oder liefern sogar falsche Informationen.
Die Hauptprobleme:
- Inhalte ohne Tiefe oder Perspektive
- Keine erkennbare Autorenschaft oder Quelle
- Fehlende Differenzierung zum Wettbewerb
- „Halluzinationen“: falsch erfundene Fakten
Google erkennt solche Muster immer besser. Deshalb gilt: KI-Content ist ein Tool – aber du bist die strategische Instanz.
Quelle: Google Search Central Blog – https://developers.google.com/search/blog/2023/02/google-search-and-ai-content
5 Strategien, um E-E-A-T trotz KI zu erfüllen
1. Autorenschaft transparent machen
Vertrauen entsteht durch Transparenz. Zeige deshalb klar, wer hinter dem Inhalt steht. Leser*innen wollen wissen, wer schreibt, warum diese Person qualifiziert ist, und was sie sonst noch tut. Idealerweise enthält dein Blog ein Autorenprofil mit Foto, Berufserfahrung, Social-Links und Projekten.
Beispiel: Am Ende jedes Blogartikels ein Autorenfeld mit: „Larissa ist Mediengestalterin. Ihre Leidenschaft für KI-Tools kombiniert sie mit Erfahrung im Bereich SEO, UX und Webdesign.“
2. Eigene Erfahrung und Meinung einbauen
Ein KI-Text ist immer nur so gut wie die Ergänzungen, die du einbaust. Nutze deine Praxis-Erfahrungen, Tests oder Meinungen, um den Content lebendig und einzigartig zu machen. Eigene Learnings, kleine Anekdoten oder Case Studies zeigen Google (und deiner Zielgruppe): Hier spricht jemand, der es wirklich gemacht hat.
Beispiel: „Ich habe verschiedene KI-Tools getestet, darunter Jasper, Perplexity und ChatGPT. Für schnelle SEO-Briefings nutze ich ChatGPT, während ich bei emotionalen Headlines bessere Ergebnisse mit Perplexity erzielt habe.“
3. Verlässliche Quellen verlinken
Google liebt hochwertige Quellen – und das solltest du auch tun. Ergänze deinen Content mit relevanten Statistiken, Studien oder Fachartikeln. Dadurch zeigst du: Du hast recherchiert und deine Aussagen sind belegbar.
Tipp: Beziehe dich auf Branchengrößen oder wissenschaftlich fundierte Plattformen. Gute Quellen sind u. a. Think with Google, Statista, HubSpot, t3n oder Heise. Verlinke gezielt auf Inhalte, die deinen Punkt unterstützen – vermeide unnötige Keyword-Links.
4. Eigene Visuals, Medien & Daten verwenden
Visuelle Inhalte heben dich von der Masse ab – vor allem, wenn sie selbst erstellt wurden. Screenshots, Grafiken, Charts oder kleine Videos machen deinen Beitrag nicht nur anschaulicher, sondern erhöhen auch die Glaubwürdigkeit. Du kannst auch mit Canva oder Figma Infografiken gestalten, die deine Inhalte visualisieren.
Beispiel: „In meiner Übersicht zeige ich, wie E-E-A-T bei einem typischen Blogartikel eingebaut werden kann: Autorenbox, Erfahrungsabschnitt, Quellenlinks, Zitat mit eigener Meinung, Schluss mit Call-to-Action.“
5. KI als Werkzeug einsetzen, nicht als Ersatz
Eine der wichtigsten Regeln: Lass dich von KI inspirieren, aber verlasse dich nicht blind auf sie. Nutze ChatGPT & Co. für Strukturierung, Formulierungshilfen, Ideenfindung oder Format-Vorschläge – aber überarbeite alles gründlich. Dein Input macht den Unterschied.
Empfohlener Workflow:
- Thema festlegen & Zielgruppe definieren
- Erste Struktur mit KI generieren lassen
- Eigene Abschnitte ergänzen (z. B. Erfahrungsberichte)
- Fakten checken & Quellen hinzufügen
- Text stilistisch veredeln (DeepL Write, Grammarly etc.)
- Finalisierung & Veröffentlichung
Bonus: Vorher/Nachher Beispiel
KI-generierter Rohtext:
„E-E-A-T ist ein wichtiges Konzept in der Google-Rankings. Es bedeutet Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauen.“
Überarbeitete Version mit persönlicher Note:
„E-E-A-T ist für Google ein entscheidender Maßstab für glaubwürdige Inhalte. Seit meiner SEO-Schulung im letzten Jahr baue ich systematisch Trust-Elemente wie Autorenboxen, Quellenverweise und persönliche Learnings in meine Blogposts ein – mit spürbarem Erfolg im Ranking. Besonders hilfreich war für mich dabei die Kombination aus generativer KI und eigenem Wissen.“
Fazit: Menschen überzeugen, nicht nur Maschinen
Wir stehen an einem Wendepunkt im digitalen Content Marketing. KI kann unglaublich hilfreich sein – aber sie ersetzt keine echte Expertise und kein echtes Vertrauen. Die besten Inhalte 2025 sind hybrid: Sie nutzen die Power der Automatisierung, sind aber durch und durch menschlich geprägt.
Deshalb: Setze KI als Werkzeug ein – aber gib deinen Inhalten ein Gesicht, eine Stimme und eine Meinung. Google erkennt das. Und deine Zielgruppe sowieso.
